Eine Volksfeindin

Es ist die bisher größte Rolle ihrer Karriere. Julia Posch, Jahrgang 1994, spielt in Hendrik Ibsens Ein Volksfeind die Hauptrolle. In der Inszenierung von Regisseurin Mona Kraushaar wird aus dem Herrn Dr. Stockmann des Originals eine Frau Dr. Stockmann. Die Ärztin und Wissenschaftlerin arbeitet in einer Kurbadeanstalt und riskiert für ihre Überzeugungen alles: berufliche Existenz, gesellschaftliche Stellung, sogar das Wohl ihrer Familie. In dem zeitlosen Stück und der interessanten geschlechterspezifischen Neuinterpretation lotet Julia Posch die Machtverhältnisse und Konflikte präzise aus.  

Im Gespräch mit Kulturjournalistin und Gastgerberin der Kantinengespräche Verena Gruber erklärt Julia Posch, wie sie sich der Rolle angenähert hat, wie sie sich den Mammut-Text gemerkt hat, warum sie nicht Politikerin werden will, welches ihre Lieblingsszene ist und wie Traubensaft auf der Bühne schmeckt.

«Es wird wahnsinnig viel Rotwein getrunken, aber der ist natürlich nicht echt.»