UWE SCHOLZ †

    CHOREOGRAPHIE

     

    Der 2004 viel zu früh verstorbene Uwe Scholz wurde 1958 in Jugenheim geboren und erhielt seine Tanzausbildung an der Stuttgarter John-Cranko-Schule, wo bereits erste Choreographien entstanden.1982 wurde er zum ersten Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts berufen. 1985 ging er als Ballettdirektor nach Zürich. Bei seinem Amtsantritt war er mit 26 Jahren der bis dahin jüngste Leiter eines europäischen Tanzensembles.

    Von 1991 bis zu seinem Tod war er Ballettdirektor des Leipziger Balletts. Uwe Scholz schuf Ballette von internationalem Rang, so unter anderem Haydns Schöpfung, Mozarts Große Messe, Pax Questuosa von Udo Zimmermann, Rot und Schwarz nach Stendhal, außerdem Interpretationen von Bach-Werken und von Symphonien Bruckners, Beethovens, Schumanns und Prokofjews sowie Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 und Rachmaninows Suite No. 2. Im Jahr 1993 wurde er zum Professor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ernannt. Außerdem gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Freien Akademie der Künste zu Leipzig.

    Scholz ist vor allem mit sinfonischen Balletten bekannt geworden. Seit 1977 hatte er fast 100 Ballette zu Musik von der Klassik bis zur Moderne choreografiert. Seine hohe Musikalität, seine künstlerische Sensibilität und Wärme sowie eine elegante und stringente Linienführung auch in der Arbeit mit großen Ensembles machten ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt. Unter anderem choreografierte er Ballette für die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, die Ballets de Monte Carlo und immer wieder für das Stuttgarter Ballett. Zu seinen letzten großen Choreografien gehört Le sacre du printemps in einer spektakulären Leipziger Doppelversion.

     

    Spielzeit 2017.18