DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH

Schauspiel von Tennessee Williams . Deutsch von Jörn van Dyck

 

GROSSES HAUS

PREMIERE 14.01.2017

SCHAUSPIEL

 

Regie Thomas Krauß

Bühne & Kostüme Ursula Beutler

 

Was hält eine Familie zusammen? Was gibt die eine Generation an die nächste weiter? Welche Werte werden tradiert, welche über Bord geworfen? All diese Fragen kennen wir aus unserer eigenen Biographie – wenn wir an die Familie denken, aus der wir kommen, oder die betrachten, die wir gegründet haben. Und ebenso bekannt sind uns allen „Familiengeheimnisse“. Die Familientherapeutin Evan Imber-Black meint dazu: „Geheimnisse hat es zu allen Zeiten gegeben, aber heutzutage haben Familien besondere Schwierigkeiten mit Geheimhaltung, Schutz der Privatsphäre, Verschweigen und Offenheit. Wir leben in einer Kultur, die zum Thema ‚Geheimhaltung‘ verwirrende Positionen bezieht. Alkoholismus, Adoption, Krebs oder Scheidung seien heute nicht mehr mit einem Stigma behaftet, heißt es. Aber stimmt das wirklich? Die Familien, mit denen ich zu tun habe, quälen sich nach wie vor mit der Frage, wie und wann man den Kindern mitteilt, dass ihr Vater arbeitslos geworden ist oder dass ihr Bruder an einer manisch-depressiven Erkrankung leidet. […] In den Talkshows, die wir täglich geliefert bekommen, werden wir aufgefordert, ‚alles rauszulassen‘, man fordert radikale Offenheit, ohne zu bedenken, was für vielschichtige Folgen eine solche Offenheit für unsere Beziehungen hat.“

Tennessee Williams’ Erfolgsstück Die Katze auf dem heißen Blechdach spiegelt all diese Facetten von Familie – und öffnet gleichzeitig den Blick auf die gesellschaftliche Dimension, indem es den Konflikt der engagierten Gründergeneration mit ihren Nachfolgern, den nüchternen Verwaltern und sportlichen Spielern, zeigt. Und so kämpfen die Eltern um den Familienzusammenhalt – und die Kinder darum, ihren Lebenstraum mit aller Macht wahr werden zu lassen. Neben Jan-Hinnerk Arnke als Big Daddy und Janine Wegener als Big Mamma sind Fabian Schiffkorn als Brick sowie Lisa Hörtnagl als Maggie zu sehen. Nach sieben Jahren als festes Mitglied im Schauspielensemble des Tiroler Landestheaters arbeitet sie seit Beginn dieser Spielzeit als freischaffende Schauspielerin. Dem TLT wird sie aber als Gast auch in den nächsten Jahren erhalten bleiben.

 

PRESSESTIMMEN

Thomas Krauß und seine Ausstatterin Ursula Beutler setzen auf eindeutige Metaphern aus dem Bilderrepertoire des amerikanischen Mythos, die sie postwendend konterkarieren. […] Das Ensemble versteht es an diese reizvoll subversiven Zuschreibungen perfekt anzudocken, sie bieten ein derart intensives Spiel, dass man auf all die Bilder sofort wieder vergisst, weil man von jeder Figur regelrecht mitgerissen wird, geradewegs hinein in ihre jeweilige Geschichte. (StadtBlatt Innsbruck)

 

Schnörkelfrei ist der Blick von Regisseur Thomas Krauß bei der Personenführung. Er analysiert glasklar. Und mitunter mit eingeplanter Langsamkeit. Ganz langsam nämlich lässt er da die Protagonisten zu Geiern werden. Ganz langsam werden sie zu Monstern. Die Rechnung geht dank des großartigen Ensembles auch wirklich auf. (Krone)

 

BRICK:

HEUCHELEI HEISST DAS SYSTEM, IN DEM WIR LEBEN.

SCHNAPS IST DER EINE AUSWEG, UND DER TOD IST DER ANDERE ...

 

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